Suzhou River

Suzhou River ist ein Film von Lou Ye aus dem Jahr 2000 über eine tragische Liebesgeschichte, die in Shanghai spielt.
Der zweite Film des Drehbuchautors und Regisseurs Lou Ye spielt in den wüsten industriellen und sozialen Landschaften in den Randbezirken Shanghais. Der verschmutzte Suzhou-Fluss ist eines der zentralen Motive des Films.
Der Film wird aus der Perspektive eines Mannes erzählt, der fast ständig seine Videokamera bei sich hat und filmt. Er selbst tritt aber niemals in Erscheinung. Dieser erinnert sich an die ihm widerfahrene Geschichte und teilweise wird der Film mit seinen Aufnahmen dargestellt.
Die Geschichte erzählt von Mardar der sich als Motorrad-Kurier und Mitglied einer Bande Kleinkrimineller durchs Leben schlägt. Einer seiner Kunden als Kurier ist der Vater von Moudan, ein Geschäftsmann der Mardar bezahlt, damit er seine Tochter chauffiert. Mardar und Moudan freunden sich an und eine Liebe bahnt sich an, doch als Mardar im Auftrag seiner Bande Moudan entführt, um Lösegeld zu erpressen, versucht sie anschließend enttäuscht Selbstmord zu begehen, indem sie von einer Brücke in den Suzhou springt. Aber ihre Leiche wird nicht gefunden und daher meint Mardar später in Meimei, der Freundin des Erzählers, seine Moudan wiederzuerkennen. Meimei jedoch verneint Moudan zu sein, was Mardar nicht davon abhält, sie regelmäßig zu besuchen und ihr die Geschichte von Mardar und Moudan zu erzählen, von der sich auch Meimei fasziniert zeigt. Der Film schließt damit, dass der Erzähler und Meimei, da man ihre Adresse gefunden habe, zu einem Unfallort gerufen werden, an dem Mardar und die wahre Moudan verunglückt sind, kurz nachdem die beiden wieder zusammengefunden haben.
Indem er seine Geschichte auf Zufallsbegegnungen und ineinander verschlungene Lebenswege aufbaut, nimmt Lou sichtbare Anleihen aus Wong Kai-Wais Chungking Express. Augenfällig sind auch die springenden Schnitte und die agile Handkameraführung von Wang Yu. Die Mischung aus beobachtendem Realismus und üppigem Romantizismus verdeutlicht die Szene, in der der Erzähler die Erklärung der einheimischen Menschen für das Verschwinden Moudans beschreibt, man sieht sie als Meerjungfrau, getaucht in goldfarbenes Licht, die Schwanzflosse ins trübe Flusswasser gesunken. Die Figur der Meerjungfrau, die nicht Bestandteil der chinesischen Überlieferung ist, ist typisch für den globalisierten Geist vieler seiner modernen chinesischen Zeitgenossen.

Bodo Hell

Bodo Hell (* 15. März 1943 in Salzburg) ist ein österreichischer Schriftsteller.

Hell studierte am Salzburger Mozarteum Orgel und in Wien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Film und Fernsehen, Philosophie, Germanistik und Geschichte, danach entschied er sich, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Bodo Hell lebt in Wien und seit über dreißig Jahren im Sommer am Dachstein, Steiermark, wo er 140 Rinder betreut. Diese Zeit dient ihm nicht nur als Inspiration, sondern die harte Arbeit eines Senners lässt ihn die Bodenhaftung behalten. Er arbeitete unter anderem mit Friederike Mayröcker, die er als seine persönliche literarischen Leitfigur im Bereich der Prosa bewertet, Ernst Jandl, der für ihn ein richtungsweisender Lyriker ist, Liesl Ujvary, Bady Minck und mit Hil de Gard zusammen. Hell sieht sich selber als „faktenorientierter“ Autor. Er recherchiert sorgfältig Fakten und bringt sie in einen Prosazusammenhang und versucht sie mit sehr differenzierten sprachlichen Methoden miteinander zu verweben. Hells Werke reichen seit den 70er Jahren von literarischen Publikationen bis zu experimenteller Prosa veröffentlicht als Bücher, Hörspiele, Text-Foto-Bände und Filme. Er verfasste Beiträge für Zeitungen wie „Die Presse“ und „Falter“ sowie für den ORF. 1997 übernahm er die Leitung eines Kurses im Rahmen der September-Akademie der „Schule für Dichtung“.

Dennis Chambers

Dennis Chambers (* 9. Mai 1959) ist ein amerikanischer Schlagzeuger, der zusammen mit John Scofield, Steely Dan, Santana, Mike Stern, den Brecker Brothers, Gonzalo Rubalcaba, Parliament/Funkadelic, John McLaughlin und vielen anderen spielte und Platten produzierte. Obwohl er nie eine formelle Ausbildung erhielt, wurde Chambers ein weltbekannter Jazz-/Fusion-Schlagzeuger und ist bekannt für seine exakte, kraftvolle Technik.
Bereits mit vier Jahren begann Chambers Schlagzeug zu spielen, und schon mit sechs trat er in der Gegend von Baltimore in Nachtclubs auf. Nach seinen eigenen Angaben übte er auf Kopfkissen, die erst ab einer gewissen Schlagkraft „klingen“, sowie auf einem seitenverkehrt aufgebauten Drum-Set, was ihn nun besonders flexibel macht. 1978 kam er zu George Clintons P-Funk-Band Parliament/Funkadelic und spielte mit ihnen bis 1985. Seither spielte er mit fast allen Größen der Fusion-Musik. Erwähnenswert ist vor allem die enge jahrelange Zusammenarbeit mit John McLaughlin, der ihn in einem Interview als seinen „brother in arms“ bezeichnete.
Zu Chambers‘ eigener Gruppe Niacin gehört der Bassist Billy Sheehan.

Jason B. Brown

Jason Brevoort Brown (* 26. Februar 1839 in Dillsboro, Dearborn County, Indiana; † 10. März 1898 in Seymour, Indiana) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1889 und 1895 vertrat er den Bundesstaat Indiana im US-Repräsentantenhaus.
Jason Brown besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und die Wilmington Academy. Nach einem anschließenden Jurastudium und seiner im Jahr 1860 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er in Brownstown in diesem Beruf zu arbeiten. Gleichzeitig schlug er als Mitglied der Demokratischen Partei eine politische Laufbahn ein. Zwischen 1862 und 1866 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Indiana; im Jahr 1870 gehörte er dem Staatssenat an. Danach war er zwischen 1873 und 1875 der geschäftsführende Beamte (Secretary) im Wyoming-Territorium.
Nach seiner Rückkehr nach Indiana ließ er sich in Seymour nieder. In den Jahren 1880 bis 1883 saß er erneut im Staatssenat. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1888 wurde Brown im dritten Wahlbezirk von Indiana in das US-Repräsentantenhaus in Washington D.C. gewählt, wo er am 4. März 1889 die Nachfolge von Jonas G. Howard antrat. Nach zwei Wiederwahlen konnte er bis zum 3. März 1895 drei Legislaturperioden im Kongress absolvieren. Ab 1893 war er Vorsitzender des Wahlausschusses.
1894 wurde Brown von seiner Partei nicht mehr zur Wiederwahl nominiert. In den folgenden Jahren praktizierte er in Seymour wieder als Anwalt. Dort ist er am 10. März 1898 auch verstorben.
Delegierte aus dem Indiana-Territorium (1805–1816) Parke | Thomas | Jennings
Abgeordnete aus dem Bundesstaat Indiana (seit 1816) 1. Bezirk: W. Hendricks | Jennings | Prince | Call | Boon | Blake | Boon | Proffit | Owen | Embree | Albertson | Lockhart | Miller | Lockhart | Niblack | Law | Niblack | Fuller | Heilman | Kleiner | Hovey | Posey | Parrett | Taylor | Hemenway | Foster | Boehne | Lieb | G. Denton | Luhring | W. Wilson | Rowbottom | Boehne Jr. | Schulte | Madden | W. Denton | Madden | Benjamin | K. Hall | Visclosky • 2. Bezirk: Jennings | J. Carr | Ewing | J.W. Davis | Ewing | J.W. Davis | R. Thompson | Henley | Dunham | W.H. English | J.A. Cravens | Kerr | Wolfe | J. Williams | Humphreys | Cobb | O’Neall | Bretz | Hardy | Miers | Chaney | Cullop | Bland | Greenwood | Durgan | Halleck | Landgrebe | Fithian | Sharp | McIntosh | Pence | Chocola | Donnelly | Walorski • 3. Bezirk: Test | O. Smith | Test | McCarty | J. Carr | Graham | J. Carr | J.L. White | T. Smith | J.L. Robinson | Dunham | G.G. Dunn | Hughes | W. Dunn | Harrington | R. Hill | Hunter | Holman | Kerr | N. Carr | Bicknell | Stockslager | J. Howard | J. Brown | Tracewell | Zenor | Cox | Dunbar | Gardner | Dunbar | Crowe | Pettengill | Grant | Crook | S. Crumpacker | Nimtz | Brademas | Hiler | Roemer | Souder | Stutzman
4. Bezirk: A. Lane | G.H. Dunn | T. Smith | J.H. Cravens | C. Smith | Julian | Parker | J. Lane | Cumback | Foley | Holman | Farquhar | Holman | Julian | J.M. Wilson | New | Sexton | New | Holman | Watson | Holman | Griffith | Dixon | Benham | Canfield | Farley | Gillie | Kruse | E. Adair | Roush | Quayle | Coats | J. Thompson | Souder | Buyer | Rokita • 5. Bezirk: McCarty | Rariden | Kennedy | W. Brown | Wick | W. Brown | T. Hendricks | Parker | Holloway | Kilgore | Julian | Coburn | Holman | Browne | Matson | Cooper | Overstreet | Faris | Holliday | Moss | Sanders | N. Johnson | Gillen | Griswold | Harness | Walsh | Beamer | Roush | Roudebush | Hillis | Jontz | Buyer | Burton | Brooks • 6. Bezirk: Kinnard | Herod | Wick | Wallace | J.W. Davis | G.G. Dunn | Gorman | T. Hendricks | Barbour | Gregg | Porter | Dumont | Coburn | Voorhees | Hunter | M. Robinson | W. Myers | Browne | H. Johnson | Watson | Barnard | Gray | Comstock | Elliott | Larrabee | Jenckes | N. Johnson | Harden | Wampler | Roudebush | Bray | D. Evans | Burton | Pence | Messer
7. Bezirk: Hannegan | A. White | T. Howard | H. Lane | Wright | McGaughey | R. Thompson | McGaughey | J.G. Davis | Scott | J.G. Davis | Voorhees | Washburn | Orth | Manson | Cason | Landers | Hanna | De La Matyr | Peelle | W.E. English | Bynum | Henry | Overstreet | Korbly | Moores | Updike | Ludlow | Greenwood | G. Landis | Noland | Bray | J. Myers | Pease | Kerns | J. Carson | A. Carson • 8. Bezirk: J. Pettit | McDonald | Mace | J. Wilson | A. White | Orth | Tyner | Hunter | Hostetler | Peirce | Lamb | Johnston | Brookshire | Faris | Henry | Cromer | J. Adair | Vestal | Boehne Jr. | La Follette | E. Mitchell | W. Denton | Merrill | W. Denton | Madden | W. Denton | Zion | Hayes | Cornwell | Deckard | McCloskey | Hostettler | Ellsworth | Bucshon • 9. Bezirk: Sample | Cathcart | Fitch | Eddy | Colfax | Shanks | Cason | M. White | Orth | Doxey | Ward | Cheadle | Waugh | Hanly | C. Landis | Morrison | Purnell | Crowe | E. Wilson | Hogan | E. Wilson | L. Hamilton | B. Hill | Sodrel | B. Hill | Young
10. Bezirk: Kennedy | Rockhill | Harlan | Brenton | Chamberlain | Brenton | Case | W. Mitchell | Edgerton | Defrees | W. Williams | Sayler | Haymond | Calkins | De Motte | T. Wood | Owen | Patton | Hammond | Hatch | E. Crumpacker | Peterson | W. Wood | Gray | Springer | Harvey | Harmon | Harvey | Roudebush | Dennis | Sharp | Jacobs Jr. | J. Carson • 11. Bezirk: Harlan | J.U. Pettit | Shanks | McDowell | Stilwell | Shanks | Packard | J. Evans | Cowgill | Steele | Martin | Steele | F. Landis | Rauch | Kraus | Cook | A. Hall | Griswold | Larrabee | Ludlow | Jacobs | Brownson | Barr | Bruce | Jacobs Jr. | Hudnut | Jacobs Jr. • 12. Bezirk: Orth | A. Hamilton | Colerick | Lowry | J.B. White | McClellan | McNagny | Leighty | J.M. Robinson | Gilbert | Gilhams | Cline | Fairfield | Hogg | Ludlow • 13. Bezirk: W. Williams | Baker | Calkins | Shively | Ford | Shively | Conn | Royse | Brick | Barnhart | Hickey | Pettengill

Albert Matthai

Albert Matthai (* 1853 oder 1855 in Preußisch Stargard; † 1924) war ein deutscher Schriftsteller und Redakteur.
Matthai wirkte 25 Jahre lang an der Zeitschrift Jugend in München als Redakteur mit.
Matthai schrieb im Jahre 1921 unter dem Eindruck der Versailler Friedensverträge, die für Deutschland harte Sanktionen wie Gebietsabtretungen und hohe Reparationszahlungen mit sich brachten, eine als „Vierte Strophe“ bezeichnete Ergänzung des Deutschlandliedes. Sie wurde bis in die 1930er Jahre vor allem in Frontkämpferverbänden wie dem „Stahlhelm“ und unter Deutschnationalen gesungen, vor allem während der Ruhrbesetzung 1923. Sie fand unter anderem Aufnahme in das Liederbuch der Deutschen Kriegsmarine von 1927, war aber nie offizieller Bestandteil der Nationalhymne.
Die „Vierte Strophe“ des Deutschlandliedes lautete:
Deutschland, Deutschland über alles, Und im Unglück nun erst recht. Nur im Unglück kann die Liebe zeigen, ob sie stark und echt. Und so soll es weiterklingen von Geschlechte zu Geschlecht: Deutschland, Deutschland über alles, Und im Unglück nun erst recht.
Relativ bekannt ist auch Matthais patriotisches Gedicht Fichte an jeden Deutschen, das wegen seines Titels fälschlicherweise oft Johann Gottlieb Fichte zugeschrieben wird. Inspiriert wurde Matthai zu diesem Gedicht durch Fichtes Reden an die deutsche Nation:
Fichte an jeden Deutschen

Heine-Jahrbuch

Das Heine-Jahrbuch (HJb) ist ein literaturwissenschaftlich ausgerichtetes Periodikum, in dem hauptsächlich Beiträge zu Leben, Werk, Umfeld und Rezeption des Schriftstellers Heinrich Heine veröffentlicht werden.
Das HJb wurde erstmals für das Jahr 1962 vom Heine-Archiv der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf unter der Schriftleitung von Eberhard Galley herausgegeben und von Hoffmann und Campe in Hamburg verlegt. Das Jahrbuch bestand zunächst lediglich aus einer Reihe von Aufsätzen und dem Nachweis der im Vorjahr erschienenen Heine-Literatur. Im Laufe der Zeit gab es einige Veränderungen am ursprünglichen Konzept. Mit dem Jahrgang 12 (1973) wechselte die Herausgeberschaft zum neu gegründeten Heinrich-Heine-Institut, dessen erster Leiter Galley wurde. Im Jahrgang 13 (1974) kam es erstmals zur Veröffentlichung von Buchbesprechungen, gleichzeitig wurden die bisher eigenständig verbreiteten Mitteilungen der Heinrich-Heine-Gesellschaft in das Jahrbuch integriert. Seit dem Jahrgang 16 (1977) wurde das HJb von Joseph A. Kruse herausgegeben, der Galley als Direktor des Heine-Instituts nachfolgte. Seit Juni 2009 ist Sabine Brenner-Wilczek die Leiterin des Heinrich-Heine-Instituts und seit Erscheinen des Jahrbuchs 2010 die neue Herausgeberin.
Im Laufe der ersten Jahre nahm der Umfang des Jahrbuchs zu und die inhaltliche Gliederung wurde mehrfach differenziert. Auf die Aufsätze folgen nun meist „kleinere Beiträge“, oft ergänzt durch „Berichte“ oder Reden (beispielsweise der Heine-Preisträger). Das Heine-Institut informiert bei Bedarf über neue Bestände oder Aktivitäten, der Nachweis der Heine-Literatur des Vorjahres wurde um eine „Heine-Chronik“ erweitert, an deren Stelle später unter dem Titel „Heine heute“ eine Zusammenstellung von Pressenotizen trat. Insgesamt ist eine stärkere Einbeziehung der Heine-Rezeption über die Grenzen der Fachwissenschaft hinaus zu verzeichnen. Die von Galley bereits zu Beginn gewünschte Mitarbeit der Heineforscher und Heinefreunde in aller Welt (HJb 1962, S. 4) resultierte in einer recht bald über den deutschen Sprachraum hinaus reichenden Autorenliste, allerdings ist der Anteil der in englischer oder französischer Sprache veröffentlichten Beiträge insgesamt eher marginal geblieben.
Für die ersten 25 Jahrgänge (1962–1986) gibt es seit 1987 einen von Heinfried Heitmann bearbeiteten Registerband (ISBN 3-455-09024-9), der die Beiträge zum HJb unter anderem nach Verfassern, rezensierten Autoren, Orten, Personen und Titeln von Heines Werken erschließt.
Seit dem Jahrgang 34 (1995) erscheint das Heine-Jahrbuch im Verlag J.B. Metzler.

Pietje Bell

Pietje Bell oder Peter Bell ist die Hauptfigur der gleichnamigen Buchreihe von Chris van Abkoude. Als Lehrer bemerkte Chris van Abkoude, dass die Bücher, welche nur braves Benehmen schilderten, von den Kindern wenig geschätzt wurden. Nachdem er schon mehrere Bücher geschrieben hatte, erschien 1914 der erste Band von Pietje Bell. Da Abkoude 1916 in die Vereinigten Staaten auswanderte, ist Pietje Bell das letzte Buch, welches er in den Niederlanden geschrieben hatte. Der 1936 erschienene Band Pietje Bell geht fliegen ist zudem das letzte Buch aus der Hand von Abkoude.

Pietje Bell ist der Sohn eines heiteren Schusters aus der Breestraat (Breestraße) in Rotterdam. Pietje zieht später mit seinen Eltern in die Heerenstraat, in welcher Leute mit höherem Einkommen wohnen. Pietje Bell ist ein frecher Junge mit einem Herzen aus Gold. Er ist nicht böse, versucht zu helfen und den Leuten Glück und Heiterkeit zu bringen. Am Ende resultiert aber immer Unfug und etwas ist verkehrt. Pietjes Schwester Martha ist verlobt und heiratet später Paul Velinga, Sohn einer angesehenen Familie. Martha versucht ständig aus Pietje einen vorbildhaften Knaben zu machen, was jedoch immer wieder misslingt. Paul Velinga aber hat Spaß mit Pietje und ist der Einzige, der ihn versteht. Dann gibt es noch die alte Tante Cato mit ihrer großen Nase und einem Pickel (Warze) darauf. Diesen versucht Pietje, während die Tante schläft, mit einem Faden abzubinden. Schließlich würde die Tante es ja auch mögen, den hässlichen Pickel zu verlieren, denkt Pietje nur im Guten. Die Tante beginnt jedoch zu schreien und meint einen Draht um die Nase gebunden zu haben.
Pietjes größter Feind ist Drogist Geelman mit seinem superbraven Sohn Joseph. Pietje selbst hegt jedoch keinen Hass gegen die Geelmans und versucht ihnen zu helfen, was natürlich schiefgeht. Die Geelmans können Pietje nicht leiden. Als der eines Tages Pietjes Vater auf das Benehmen seines Sohnes anspricht, muss der nur lachen.
Als Erwachsener möchte Pietje Journalist bei der Morgenpost einer fiktiven Rotterdamer Zeitung werden, welche zuvor in Skandalen über seine Streiche berichtete.
Es gelingt ihm, seinen Freund aus den Händen von dessen krimineller Familie zu befreien, welche seinen Freund einsperren möchte. Sein Freund fährt darauf nach Amerika und das ist auch das, was Pietje will. Als Journalist geht er dann auch nach Amerika. Vater Bell ist währenddessen kein Schuhmacher mehr, sondern hat ein echtes Schuhgeschäft. Schließlich kommt Pietje wieder zurück, nachdem er in Amerika eine Verbrecherbande entlarvt hat. Er ist verheiratet und hat drei Söhne, die alle auch so „frech“ sind wie er damals. Pietje wird Chefredakteur der Zeitung.
Die Buchreihe spielt in einem Rotterdam vor 1940 und das ist auch ziemlich zu merken, verschiedene Stellen in der Stadt, welche im Buch erscheinen, existieren nicht mehr.
Die Zeitungen und das Bibelschulblatt verdammten die Bücher von Pietje Bell, aber die Bücher verkauften sich gut in den Niederlanden, Belgien und sogar Südafrika.
Fünf Jahre nach dem Tod von Chris van Abkoude entstand ein Aufruhr, als der öffentliche Lesesaal von Amsterdam diese Bücher nicht im Bestand haben wollte.
In den 70er Jahren war in einem Bericht der Lesekommission der öffentlichen Bibliothek von Utrecht zu lesen, dass die Bücher veraltet seien und ein besonders schlechtes Niederländisch benutzten, darunter ein falscher Gebrauch von Sprichwörtern.
Heutzutage stehen die Bücher von Pietje Bell in allen öffentlichen Bibliotheken und von den oben genannten Einwänden ist nichts mehr zu hören.
Die folgenden Bände sind in der Reihe Pietje Bell erschienen. Sie wurden alle vom Verlag Kluitman herausgegeben.
Diese Bücher erscheinen immer noch unverändert. Folgende drei wurden von W.N. van der Sluiys überarbeitet, um sie besser an das Zeitbild anzupassen:
Die erste Verfilmung von Pietje Bell erschien am 26. März 1964 unter dem Titel: Die Abenteuer von Pietje Bell, die Straßenjungen von Rotterdam. Dabei wurde das Buch Pietje Bells Zaubertricks von Henk van der Linden verfilmt.
Die jüngsten Verfilmungen sind von Maria Peters, welche sowohl Skript als auch Regie geführt hat.
Der erste Teil wurde unter Pietje Bell und das Geheimnis der schwarzen Hand im Jahr 2002 veröffentlicht.
Der zweite Teil trägt den Titel Pietje Bell und die Jagd nach der Zarenkronne und erschien 2003.
Zudem hat Maria Peters mit Kruimeltje ein weiteres, stärker emotional aufgeladenes Buch von Chris van Abkoude verfilmt.
Am Mittwoch, den 19. Oktober 2005, war die Premiere von Peter Bell – Das Musical im Neuen Luxor Theater in Rotterdam. Es wurde produziert von Ruud de Graaf Musicalproducties. Die Musik stammt von Ruud Bos. Skript und Liedtexte stammen von Edwin de Jongh, die Choreografie von Perry Dossett. Unter der Regie von Arnold Hemmel tourte diese Produktion bis Anfang Mai 2006 auf allen Bühnen in den Niederlanden. In der Besetzung waren: Johnny Kraaijkamp jr., Kiki Classen, Brigitte Nijman, Eric Beekes, Roberto de Groot, Arie Cupé, Stan Limburg, Hans Langhout, István Hitzelberger, Menno Leemhuis, Karel Simons, Remco Vereijken, Annemarie Libbers, Jorien Molenaar und Marit Slinger.

Nuna (Kontinent)

Nuna war ein Konzept für einen hypothetischen erdgeschichtlichen Kontinent, der vor 1,7 bis 1,8 Milliarden Jahren existiert haben soll. Die wesentlichen Bestandteile sind der Kanadische Schild und Grönland sowie Fennoskandien und die Osteuropäische Plattform (i.e. das spätere Baltica). Er ist damit im Umfang quasi identisch mit der ursprünglichen Konzeption des hypothetischen erdgeschichtlichen Kontinents Nena. Allerdings wurde das Konzept von Nuna inzwischen stark erweitert, und Nuna wird in neueren Arbeiten mit dem globalen Superkontinent Columbia gleichgesetzt.

Das Konzept eines erdgeschichtlichen Kontinent Nuna wurde von Paul F. Hoffman 1997 vorgeschlagen. Der Name Nuna ist einem Inuit-Wort abgeleitet, das das Land bezeichnet, das an die nördlichen Ozeane angrenzt.
Nuna besteht nach Paul F. Hoffman 1997 im Wesentlichen aus den zentralen nordamerikanischen Kratonen (Slave-Kraton, Superior-Kraton, Hearne-Kraton und Wyoming-Kraton einschließlich Grönland (Rae- und Nain-Komplex) und dem größten Teil des späteren Baltica). Es ist damit deutlich kleiner als der hypothetische Superkontinent Columbia, mit dem es häufig gleichgesetzt wird. Hoffman diskutiert allerdings, ob Nuna lediglich ein Teil eines wesentlich größeren Superkontinents war.
Nach der Vorstellung von Paul Hoffman soll sich Nuna vor etwa 1700 bis 1800 Millionen Jahren gebildet haben. Die Entstehung fällt damit in den Zeitraum, in dem sich nach anderen plattentektonischen Modellen, der Superkontinent Columbia gebildet haben soll. Nuna wird deshalb in der heutigen Literatur häufig mit dem hypothetischen Kontinent Columbia gleich gesetzt, da Paul Hoffman die Vermutung formulierte, dass Nuna nur ein Teil eines Superkontinents gewesen sein könnte, der Rodinia vorausging. Das Konzept eines hypothetischen Kontinents Nuna wird daher in den „gängigen“ Rekonstruktionen nicht mehr berücksichtigt.

Stadthaushotel Hamburg Altona

53.5581111111119.9491666666667Koordinaten: 53° 33′ 29″ N, 9° 56′ 57″ O
Das Stadthaushotel Hamburg Altona wurde als erstes Integrationshotel Europas bekannt. Es befindet sich im Stadtteil Altona-Altstadt an der Kreuzung Holstenstraße/Max-Brauer-Allee. Betreiber ist die jugend hilft jugend–Arbeit gemeinnützige GmbH. In dem integrativen Hotel arbeiten und lernen Menschen mit und ohne Handicap zusammen; so haben neun der zwölf Mitarbeiter des Stadthaushotels geistige und körperliche Behinderungen.
Es gelten die Standards normaler Hotels. Darüber hinaus ist die Zugänglichkeit der Zimmer auch für Menschen mit Behinderung Bestandteil des Konzepts. Das Stadthaushotel besitzt vier Einzel-, acht Doppel- und ein Familienzimmer sowie einen Konferenzraum; sieben der Zimmer eignen sich für Rollstuhlfahrer, alle Zimmer sind für Allergiker geeignet. Besucht wird es aber zu 70 Prozent von Geschäftsleuten, Familien und Touristen aus der ganzen Welt. In zahlreichen Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen, auch international, wurde über das Hotel berichtet.
Inzwischen entstanden in Deutschland über dreißig Integrationshotels nach dem Konzept des Stadthaushotels Hamburg Altona. Ein Teil von ihnen schloss sich zu dem Verbund Embrace-Hotels zusammen, dem auch das Stadthaushotel angehört.

Der Betreiber des Stadthaushotels Altona plant ein weiteres Integrationshotel, in der Hafencity Hamburg. Mit 80 Zimmern, einem Restaurant, einem Konferenz- und Festsaal sowie einem Tagungsraum entstünde so das größte Integrationshotel Europas. 40 der 60 neu entstehenden Arbeitsplätze sind für Menschen mit Handicap gedacht. Hamburger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur unterstützen das Vorhaben.

Horní Meziříčko

Horní Meziříčko (deutsch Ober Meseritschko) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 18 Kilometer östlich von Jindřichův Hradec und gehört zum Okres Jindřichův Hradec. Sie hat ca. 110 Einwohner.

Horní Meziříčko befindet sich im Tal des Hamerský potok im Zentrum der Javořická vrchovina. Das Dorf liegt am westlichen Ufer des Teiches Velkomeziříčký rybnik. Nördlich erhebt sich der 644 m hohe Kámen.
Nachbarorte sind Palupín und Horní Dvorce im Norden, Jilem im Nordosten, Horní Němčice im Osten, Maršov und Velký Jeníkov im Südosten, Malý Jeníkov im Südwesten sowie Strmilov im Westen.
Das 1361 erstmals erwähnte Horní Meziříčko war einst ein kleiner Adelssitz mit Feste und Gutshof. 1593 erwarb Adam II. von Neuhaus die Herrschaft und schlug sie seinen Besitztümern in Telč zu. Im Jahre 1850 hatte Horní Meziříčko 188 Einwohner.
Für die Gemeinde Horní Meziříčko sind keine Ortsteile ausgewiesen.
Báňovice | Bednárec | Bednáreček  | Blažejov | Bořetín | Březina | Budeč | Budíškovice | Cep | Cizkrajov | Červený Hrádek | České Velenice | Český Rudolec | Číměř | Člunek | Dačice | Dešná | Deštná | Dívčí Kopy | Dobrohošť | Dolní Pěna | Dolní Žďár | Domanín | Doňov | Drunče | Dunajovice | Dvory nad Lužnicí | Frahelž | Hadravova Rosička | Halámky | Hamr | Hatín | Heřmaneč | Horní Meziříčko | Horní Němčice | Horní Pěna | Horní Radouň | Horní Skrýchov | Horní Slatina | Hospříz | Hrachoviště | Hříšice | Chlum u Třeboně | Jarošov nad Nežárkou | Jilem | Jindřichův Hradec | Kačlehy | Kamenný Malíkov | Kardašova Řečice | Klec | Kostelní Radouň | Kostelní Vydří | Kunžak | Lásenice | Lodhéřov | Lomnice nad Lužnicí | Lužnice | Majdalena | Nová Bystřice | Nová Olešná | Nová Včelnice | Nová Ves nad Lužnicí | Novosedly nad Nežárkou | Okrouhlá Radouň | Peč | Písečné | Pístina | Plavsko | Pleše | Pluhův Žďár | Polště | Ponědraž | Ponědrážka | Popelín | Příbraz | Rapšach | Ratiboř | Rodvínov | Roseč | Rosička | Slavonice | Smržov | Staňkov | Staré Hobzí | Staré Město pod Landštejnem | Stráž nad Nežárkou | Strmilov | Stříbřec | Střížovice | Studená | Suchdol nad Lužnicí | Světce | Třebětice | Třeboň | Újezdec | Velký Ratmírov | Vícemil | Višňová | Vlčetínec | Volfířov | Vydří | Záblatí | Záhoří | Zahrádky | Žďár | Županovice