Fußball-Sportbereichsklasse Donau-Alpenland 1943/44

Die Gauliga Donau-Alpenland 1943/44 war die Fußballmeisterschaft im annektierten Österreich 1943/44 und wurde im Rahmen der Gauliga Donau-Alpenland ausgetragen. Der Gewinner der Gauliga darf seinen gewonnenen Titel als Österreichischen Meistertitel führen. Der Meister der damaligen Ostmark war zudem zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Fußball-Meisterschaft berechtigt.

Die Vienna konnte zum dritten Mal in Folge Meister der Gauliga und zum insgesamt 5. Mal Österreichischer Meister werden. SK Amateure Steyr beendete am 20. April 1944 vorzeitig den Spielbetrieb mit 3 Punkten aus 14 Spielen. Die betroffenen Spiele wurden annulliert. Der Verein schloss sich noch während der Spielsaison mit dem SK Vorwärts Steyr zum FC Steyr zusammen und spielte in der verbleibenden Zeit in der Oberdonauer 1. Klasse. Dies bedeutete, dass nur eine Mannschaft, anstatt von zwei, absteigen musste. Der Luftwaffensportverein Markersdorf wurde jedoch mit Saisonende aufgelöst, sodass dem Tabellenletzten, dem Wiener Sport-Club, der Abstieg erspart blieb. So gab es keinen Absteiger in dieser Spielsaison.

Torschützenkönig der Saison wurde Karl Decker von der Vienna mit 32 Treffern in 16 Spielen. Zudem schoss er weitere fünf Tore in den annullierten Spielen gegen SK Amateure Steyr.
Aufsteiger
Der First Vienna FC nahm als Vertreter der Gauliga an der deutschen Meisterschaft teil. Dieser wurde im Pokalmodus ausgetragen. In der ersten Runde um die letzte deutsche Kriegsmeisterschaft schlugen die Döblinger den MSV Brünn auswärts mit 6:3. Im Achtelfinale trafen sie auf den STC Hirschberg aus Schlesien und gewannen das Spiel im Praterstadion mit 5:0. Im Viertelfinale traf die Vienna auf den Dresdner SC. Die Begegnung fand auswärts in Dresden statt und endete mit einem knappen 3:2-Heimerfolg der Sachsen. Dies war bislang das schlechteste Abschneiden einer österreichischen Mannschaft in einer deutschen Meisterschaft.

Es gab keine einheitliche zweite Spielstufe. Die Meister der beiden 1. Wiener Klassen A und B durften in dieser Saison um einen Aufstiegsplatz spielen. Die Aufstiegsrunde erwies sich jedoch als belanglos, da durch den freiwilligen Rückztug zweier Mannschaften aus der Gauliga, der Verlierer, SC Rapid Oberlaa, nachrücken durfte.

Die „FG Steyr“ („Fußballgemeinschaft Steyr“) war eine Spielgemeinschaft der Vereine SK Vorwärts Steyr und SK Amateure Steyr, die kriegsbedingt während der Saison (im April 1944) beschlossen wurde.

Die Meisterschaft in der Steiermark wurde in zwei Gruppen (A und B) gespielt. Der Meister wurde in einem Entscheidungsspiel zwischen den Gruppensiegern ermittelt.

Erste Klasse (ausgerichtet vom Niederösterreichischen Fußball-Verband): 1911/12 ∙ 1912/13 ∙ 1913/14 ∙ 1914/15 ∙ 1915/16 ∙ 1916/17 ∙ 1917/18 ∙ 1918/19 ∙ 1919/20 ∙ 1920/21 ∙ 1921/22 ∙ 1922/23
Erste Klasse (Wiener Fußballverband): 1923/24 ∙ 1924/25 ∙ 1925/26 ∙ 1926/27 ∙ 1927/28 ∙ 1928/29 ∙ 1929/30 ∙ 1930/31 ∙ 1931/32 ∙ 1932/33 ∙ 1933/34 ∙ 1934/35 ∙ 1935/36
Nationalliga (Wiener Fußballverband): 1936/37 ∙ 1937/38
Gauliga (NS-Zeit): 1938/39 ∙ 1939/40 ∙ 1940/41 ∙ 1941/42 ∙ 1942/43 ∙ 1943/44 ∙ 1944/45
Liga (Wiener Fußballverband): 1945/46 ∙ 1946/47 ∙ 1947/48 ∙ 1948/49
Staatsliga (gesamtösterreichisch): 1949/50 ∙ 1950/51 ∙ 1951/52 ∙ 1952/53 ∙ 1953/54 ∙ 1954/55 ∙ 1955/56 ∙ 1956/57 ∙ 1957/58 ∙ 1958/59 ∙ 1959/60 ∙ 1960/61 ∙ 1961/62 ∙ 1962/63 ∙ 1963/64 ∙ 1964/65
Nationalliga: 1965/66 ∙ 1966/67 ∙ 1967/68 ∙ 1968/69 ∙ 1969/70 ∙ 1970/71 ∙ 1971/72 ∙ 1972/73 ∙ 1973/74
Bundesliga: 1974/75 ∙ 1975/76 ∙ 1976/77 ∙ 1977/78 ∙ 1978/79 ∙ 1979/80 ∙ 1980/81 ∙ 1981/82 ∙ 1982/83 ∙ 1983/84 ∙ 1984/85 ∙ 1985/86 ∙ 1986/87 ∙ 1987/88 ∙ 1988/89 ∙ 1989/90 ∙ 1990/91 ∙ 1991/92 ∙ 1992/93 ∙ 1993/94 ∙ 1994/95 ∙ 1995/96 ∙ 1996/97 ∙ 1997/98 ∙ 1998/99 ∙ 1999/2000 ∙ 2000/01 ∙ 2001/02 ∙ 2002/03 ∙ 2003/04 ∙ 2004/05 ∙ 2005/06 ∙ 2006/07 ∙ 2007/08 ∙ 2008/09 ∙ 2009/10 ∙ 2010/11 ∙ 2011/12 ∙ 2012/13 ∙ 2013/14 ∙ 2014/15 ∙ 2015/16
Meisterschaftsendrunde Gauligen:  Baden | Bayern | Berlin-Brandenburg | Böhmen-Mähren | Danzig-Westpreußen | Donau-Alpenland | Elsaß | Generalgouvernement | Hamburg | Hessen-Nassau | Köln-Aachen | Kurhessen | Mecklenburg | Mitte | Moselland | Niederrhein | Niederschlesien | Oberschlesien | Osthannover | Ostpreußen | Pommern | Sachsen | Schleswig-Holstein | Sudetenland | Südhannover-Braunschweig | Wartheland | Weser-Ems | Westfalen | Westmark | Württemberg