Abgar VIII.

Abgar VIII. (Lucius Aelius Septimius Abgar VIII., der Große; † 212) war ein syrisch-aramäischer König und von etwa 177 bis zu seinem Tod König von Osrhoene mit der Hauptstadt Edessa, dem heutigen Şanlıurfa.
Abgar VIII. war ein Sohn von Manu VIII. und seit etwa 177 König von Edessa. Er nahm im Jahr 191/192 zu Ehren des römischen Kaisers Commodus den Namen Lucius Aelius an. Nach Commodus’ Ermordung unterstützte er den Gegenkaiser Pescennius Niger. 194 unterlag er dem Kaiser Septimius Severus, unterwarf sich diesem daraufhin im folgenden Jahr, nahm zu dessen Ehren den weiteren Namen Septimius an und übergab seine Söhne als Geisel. Von nun an stand er loyal an der Seite des römischen Kaisers und unterstützte daher nicht die Parther. Septimius Severus erkannte ihn dafür 198 als Klientelkönig und „König der Könige“ an. Abgars Palast fiel nach der Chronik von Edessa im Jahr 201 einer Überschwemmung zum Opfer. Später soll Abgar VIII. der Stadt Rom einen Besuch abgestattet haben. Sein Sohn Abgar IX. folgte ihm auf den Thron.
Zu den Jugendfreunden Abgars VIII. gehörte der syrische christliche Gnostiker Bardesanes. Möglicherweise trat Abgar VIII. zum Christentum über, der Kirchenvater Eusebius von Caesarea berichtet in seiner Kirchengeschichte jedoch nichts von einer Bekehrung Abgars. Bardesanes erzählt hingegen in seinem Buch der Gesetze der Länder, dass Abgar VIII. nach seiner Bekehrung ein Verbot ausgesprochen habe, künftig noch Entmannungen zu Ehren der semitischen Gottheit Atargatis durchzuführen; vielleicht handelt es sich aber bei dieser Nachricht um eine nachträgliche orthodoxe Überarbeitung des ursprünglichen Textes. Der frühchristliche Chronist Sextus Iulius Africanus machte Abgar VIII. um 195 seine Aufwartung und stufte diesen als „heiligen Mann“ ein; ob er damit aber meinte, dass der König Christ gewesen sei, ist nicht sicher. Zur Zeit des Königs lebten jedenfalls aber Christen in Edessa und Abgar VIII. selbst stand dem Christentum zumindest aufgeschlossen gegenüber. Vermutlich hatte Abgar VIII. das Römische Bürgerrecht.
Etwa im 6. Jahrhundert entstand die Abgarlegende, die eine frühere Verbindung des Fürstenhauses unter Abgar V. mit Jesus knüpft.

Freddie Mac

Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation) ist eine börsennotierte US-amerikanische Hypothekenbank mit Firmensitz in Tysons Corner, Virginia. Freddie Mac kauft Hypothekenkredite von Banken, fasst diese Kredite zusammen und bringt sie als hypothekenbesicherte Wertpapiere (mortgage-backed securities) auf den Kapitalmarkt. Der heutige Name des Unternehmens leitet sich als Quasi-Akronym aus der Abkürzung seines ursprünglichen Namens Federal Home Loan Mortgage Corporation (FHLMC) ab.
Freddie Mac ist ein staatlich gefördertes US-Unternehmen (government-sponsored enterprise) und wird vom Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) beaufsichtigt. Derzeit ist das Unternehmen die zweitgrößte Hypothekenbank der Vereinigten Staaten. Die Bank erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 14,263 Mrd. US-Dollar.

Freddie Mac wurde 1970 vom Kongress der Vereinigten Staaten als Federal Home Loan Mortgage Corporation gegründet, um dem zur selben Zeit privatisierten Wettbewerber Fannie Mae und den FHL-Banken Konkurrenz zu machen und so ein Monopol zu verhindern.
Ein Bilanzierungsskandal führte 2003 zu Umbesetzungen in den Führungsetagen der Bank. In den Jahren 2000 bis 2002 waren die Gewinne des Unternehmens um mehrere Milliarden US-Dollar zu niedrig ausgewiesen worden.
2008 geriet das Unternehmen ebenso wie der Konkurrent Fannie Mae aufgrund der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten in finanzielle Schwierigkeiten. Am 13. Juli 2008 kündigte die US-Regierung an, Freddie Mac und Fannie Mae mit Krediten und Aktienkäufen in Milliardenhöhe zu stützen, um einen Bankrott der beiden Bankhäuser zu verhindern. US-Senat und US-Repräsentantenhaus haben dies am 23. Juli in den Grundsätzen genehmigt. Am 7. September 2008 übernahm die zuständige Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) die Kontrolle über Freddie Mac. Die beiden staatsnahen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac erhielten 2008 einen Rettungskredit von 187 Milliarden Dollar. Bis März 2014 wurde der staatliche Rettungskredit wieder vollständig zurückgezahlt.

Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken

Der Deutsche Sportclub für Fußball-Statistiken (DSFS) ist in Deutschland der größte Verein für Fußball-Statistiker.

Der DSFS wurde am 1. Juli 1971 als Organisation der deutschen Fußball-Statistiker gegründet. Er befasst sich mit der statistischen Erfassung des nationalen und internationalen Fußballs in der Vergangenheit und Gegenwart. Der DSFS ist ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein mit Sitz in Wiesbaden. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte im Jahre 1979. Zum Verein mit seinen rund 400 Mitgliedern gehören auch namhafte Fußballgeschichtsautoren wie Hardy Grüne und Mitglieder aus europäischen Staaten. Die mehr als 200 aktiven DSFS-Mitglieder sind regional organisiert. Sie sind auch Ansprechpartner für regionale und überregionale Medien sowie für Verbände und Vereine zum Thema Fußball.
Die Ergebnisse seiner nicht gewinnorientierten Arbeit sind in bisher über 260 Büchern dokumentiert. In ihnen werden die gesammelten Ergebnissen, Tabellen und Statistiken zu Vereinen und Spielern veröffentlicht. Die bekannteste dieser Publikationen ist das Jahrbuch Deutscher Fußball-Almanach (bis 2009:Deutschlands Fußball in Zahlen). Darüber hinaus wird ein Archiv geführt, in welchem die Daten gesammelt werden und im Bedarfsfall den Mitgliedern zur Verfügung stehen.
Der Verein wird vom Vorstand geführt. Ihm gehören sechs Mitglieder sowie ein Geschäftsführer an. Daneben sind mehrere Projektleitungen in das Tagesgeschäft eingebunden.
Die regionalen Projektleitungen haben folgende Struktur:
Weitere Projekt- und Arbeitsgruppen befassen sich mit nachstehenden Themen:
Für die Erstellung des Buches Deutscher Fußball Almanach gibt es eine eigene Projektgruppe.
Im Regelfall sind die Regional- bzw. Arbeitsgruppen noch weiter unterteilt. So gibt es z. B. in der Regionalgruppe Nord Arbeitsgruppenleiter für Landes- oder Bezirksverbände. In den Regional-/Arbeitsgruppen werden im Wesentlichen folgende statistischen Daten recherchiert, aufbereitet, archiviert und ggf. in Form von Büchern bzw. E-Books veröffentlicht:
Die Interessenlagen der Mitglieder sind zum Teil sehr unterschiedlich. Eine kleine Arbeitsgruppe befasst sich z. B. mit dem Fußball vor 1945. Es sind Bücher über den Fußball aus Schlesien von 1900 bis 1945 und über den Fußball in Westdeutschland von 1902 bis 1933 erschienen. Auch die Gauligen von 1933 bis 1945 dürfen nicht fehlen.
Viele Mitglieder leisten teilweise sehr intensive Archivarbeit. Sie „wühlen“ sich durch alte Zeitungen in den verschiedenen Landes-, Universitäts- oder Staatsbibliotheken. Mit Hilfe moderner Technik werden unzählige Informationen digitalisiert und dann in der Folge durch Stäbe von interessierten Mitgliedern aufbereitet, validiert und dem DSFS-Archiv zugeführt bzw. für Buchveröffentlichungen vorgehalten.
Neben der Dokumentation der Arbeitsergebnisse in Büchern gibt der Verein für seine Mitglieder 5x jährlich das DSFS-Magazin heraus. Es enthält ausführliche Berichte über das Vereinsgeschehen (Berichte des Vorstandes, Berichte aus den Regionen, Buchbesprechungen etc.). Mit dem Magazin-Anhang erhält jedes Mitglied zudem verschiedenste statische Datenzusammenstellungen. Diese Daten werden von Mitgliedern erstellt und optisch ansprechend aufbereitet. Sie sind oft außergewöhnlich und sonst nirgendwo zu erhalten.

Zombie-Prozess

Ein Zombie-Prozess ist vor allem in unixoiden Betriebssystemen ein Prozess, der beendet ist, aber trotzdem noch in der Prozesstabelle auftaucht und geringfügig Systemressourcen belegt. Ein Zombie richtet selbst keinen Schaden an, kann aber auf einen Fehler hinweisen.

Wenn ein Prozess einen neuen Prozess startet (mittels Forking), wird der alte Elternprozess und der neue Kindprozess genannt. Wenn der Kindprozess beendet wird, kann der Elternprozess vom Betriebssystem erfragen, auf welche Art der Kindprozess beendet wurde: erfolgreich, mit Fehler, abgestürzt, abgebrochen, etc.
Um diese Abfrage zu ermöglichen, bleibt ein Prozess, selbst nachdem er beendet wurde, in der Prozesstabelle stehen, bis der Elternprozess diese Abfrage durchführt – egal ob diese Information gebraucht wird oder nicht. Bis dahin hat der Kindprozess den Zustand Zombie. In diesem Zustand belegt der Prozess selbst keinen Arbeitsspeicher mehr (bis auf den platzmäßig vernachlässigbaren Eintrag in der Prozesstabelle des Kernels) und verbraucht auch keine Rechenzeit, jedoch behält er seine PID, die (noch) nicht für andere Prozesse wiederverwendet werden kann.
Der Kernel sendet an den Elternprozess ein spezielles Signal, nämlich SIGCHLD, sobald eines seiner Kinder beendet wird. Im Handler für dieses Signal ist die Statusabfrage des Kindprozesses durchzuführen, damit er endgültig verschwindet. Geschieht dies nicht oder wird überhaupt kein Handler für SIGCHLD angegeben (in diesem Fall wird das Signal einfach ignoriert), verbleibt das Kind im Zombie-Zustand in der Prozesstabelle.
Ein weiterer Spezialfall, der an und für sich unabhängig von Zombies ist, jedoch in Kombination damit auftreten kann, ist, wenn der Elternprozess beendet wird. In diesem Fall werden alle seine Kindprozesse „verwaist“ genannt. Die Kindprozesse werden dann per Definition vom Prozess mit der PID 1 „adoptiert“ und bekommen diesen als Elternprozess zugewiesen. (In der klassischen System-V-Bootfolge hat der sogenannte init-Prozess die PID 1. Bei OS X tritt launchd an diese Stelle. Häufig wird bei Linux Systemen hier systemd verwendet.) Dies passiert wohlgemerkt für laufende genauso wie für Zombieprozesse, deren Eltern nicht mehr existieren.
Zombies stellen in der Regel kein Problem für ein Betriebssystem dar, da diese Prozesse bereits beendet wurden und nur sehr wenige Systemressourcen in Anspruch nehmen. Allerdings kann der verursachende Fehler im Elternprozess unter Umständen, wie beispielsweise bei hoher Belastung, weit größere Folgen haben. Eine große Anzahl von Zombies kann auch dazu führen, dass dem Kernel die freien PIDs, die er für neue Prozesse braucht, ausgehen. Die PID-Belegung durch Zombies ist unter Umständen problematischer als deren minimaler Speicherverbrauch. Ist die Anzahl an Prozessen auf einem System limitiert (unter anderem via maxproc in limits.conf, um beispielsweise eine Forkbomb in ihrer Auswirkung zu begrenzen), so führen zu viele Zombies dazu, dass der Kernel keine neuen Prozesse mehr erzeugt.
Obwohl Zombieprozesse in der Regel keine Gefahr für das System darstellen, können sie dennoch manuell gelöscht werden – oder auch automatisiert vom System.
Der init-Prozess hat unter anderem die Aufgabe, den Beendigungszustand aller seiner Kinder abzufragen, sobald diese beendet – also in den Zombie-Zustand überführt – werden. Damit sorgt er dafür, dass keine überflüssigen Zombies im System vorhanden sind. Laufende Prozesse, die vom init-Prozess adoptiert werden, werden dadurch nicht beeinträchtigt. Hier wartet der init-Prozess einfach, bis sie fertig sind, und fragt anschließend deren Status ab.
Alternativ kann man dem Vaterprozess des Zombies (laut PPID-Angabe in der Prozesstabelle, zum Beispiel von ps axo stat,pid,comm,ppid | grep ‚^Z‘) manuell das Signal SIGCHLD senden, auf der Kommandozeile etwa mittels kill -CHLD . Reagiert der Vater darauf nicht, so kann man den Vaterprozess beenden, damit das Zombie-Kind vom init-Prozess adoptiert und sofort danach durch Abfrage seines Zustands endgültig gelöscht wird.
Der Linux-Kernel bietet für Prozesse, die nicht am Status ihrer Kinder interessiert sind, eine einfache – wohlgemerkt nicht standardisierte – Methode, Zombies loszuwerden: Gibt ein Prozess explizit an, dass er SIGCHLD ignorieren will (im Gegensatz zum Ignorieren per Default, wenn kein Handler angegeben ist), so löscht Linux die Zombies automatisch, ohne auf eine Statusabfrage zu warten.
Wenn ein Prozess seine Kinder oftmals „vergisst“ und zu Zombies werden lässt, besonders wenn er auch auf ein manuelles SIGCHLD nicht reagiert, ist das meistens ein Hinweis auf einen Bug in diesem Programm. Aus oben genannten Gründen sollten diese Fehler im Programm beseitigt werden, um das System durch die entstehenden Zombies nicht zu beeinträchtigen.
Synchrones Warten auf denselben Kindprozess in einer fest definierten Reihenfolge kann Zombieprozesse erzeugen und diese sogar über eine lange Zeit am Leben erhalten. Dies ist nicht notwendigerweise ein Programmierfehler, wie im folgenden Codebeispiel zu sehen ist:
Dennoch ist das Verhalten nicht optimal. Eine bessere Alternative bestünde darin, auf einen beliebigen Prozess zu warten, ihn im Array als erledigt zu markieren und diesen Prozess fortzuführen, bis das Array leer ist.

Michaela Herlbauer

Michaela Herlbauer (* 17. Oktober 1986 als Michaela Reichör) ist eine österreichische Triathletin. Herlbauer war Staatsmeisterin auf der Triathlon-Halbdistanz (2014). Sie wird in der Bestenliste Österreicher Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt.

Michaela Reichör wechselte mit 14 Jahren vom Schwimmsport zum Triathlon. Von 2008 bis Ende 2011 musste sie aus gesundheitlichen Gründen pausieren.
Sie startete auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) sowie bei Triathlon-Bewerben über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen). 2014 ging sie auch erstmals auf der Langdistanz an den Start.
Bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl wurde sie im August 2014 Österreichische Staatsmeisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz. Im September wurde sie auf der Langdistanz Dritte bei der Erstaustragung der Challenge Weymouth.
Michaela Herlbauer lebt heute in Hallein. Sie ist verheiratet mit dem Salzburger Triathleten Daniel Herlbauer und wird trainiert vom Engländer Alun Woodward. Sie startet für den Verein Tri Team Hallein.
(DNF – Did Not Finish)

Kanton Carentan

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Der Kanton Carentan ist ein französischer Kanton im Arrondissement Saint-Lô im Département Manche. Der Hauptort des Kantons ist Carentan.
Der Kanton besteht aus 14 Gemeinden:
Agon-Coutainville • Avranches • Bréhal • Bricquebec • Carentan • Cherbourg-Octeville-1 • Cherbourg-Octeville-2 • Cherbourg-Octeville-3 • Condé-sur-Vire • Coutances • Créances • Équeurdreville-Hainneville • Granville • Isigny-le-Buat • La Hague • Le Mortainais • Les Pieux • Pont-Hébert • Pontorson • Quettreville-sur-Sienne • Saint-Hilaire-du-Harcouët • Saint-Lô-1 • Saint-Lô-2 • Tourlaville • Val-de-Saire • Valognes • Villedieu-les-Poêles
Avranches | Barenton | Barneville-Carteret | Beaumont-Hague | Brécey | Bréhal | Bricquebec | Canisy | Carentan | Cerisy-la-Salle | Cherbourg-Octeville-Nord-Ouest | Cherbourg-Octeville-Sud-Est | Cherbourg-Octeville-Sud-Ouest | Coutances | Ducey | Équeurdreville-Hainneville | Gavray | Granville | Isigny-le-Buat | Juvigny-le-Tertre | La Haye-du-Puits | La Haye-Pesnel | Les Pieux | Lessay | Le Teilleul | Marigny | Montebourg | Montmartin-sur-Mer | Mortain | Percy | Périers | Pontorson | Quettehou | Saint-Clair-sur-l’Elle | Sainte-Mère-Église | Saint-Hilaire-du-Harcouët | Saint-James | Saint-Jean-de-Daye | Saint-Lô-Est | Saint-Lô-Ouest | Saint-Malo-de-la-Lande | Saint-Pierre-Église | Saint-Pois | Saint-Sauveur-Lendelin | Saint-Sauveur-le-Vicomte | Sartilly | Sourdeval | Tessy-sur-Vire | Torigni-sur-Vire | Tourlaville | Valognes | Villedieu-les-Poêles

Friedrich-Ebert-Straße 418

Die Villa Friedrich-Ebert-Straße 418 liegt im Wuppertaler Stadtbezirk Elberfeld-West an der Friedrich-Ebert-Straße, die hier als Bundesstraße 7 klassifiziert ist, in der Ortslage Stockmannsmühle.
Die 1883 erbaute zweigeschossige Villa ist mit einer gegliederten Putzfassade in spätklassizistischen Stilformen mit Quaderputz und durchlaufenden Brüstungsgesimsen ausgeführt.
An der östlichen Seite befindet sich ein Treppenhaus-Vorbau, dem eine Terrasse mit Baluster-Brüstung vorgelagert ist. Das großzügig angelegte Treppenhaus wurde mit einem rundbogigen bleiverglastem Fenster und mit kannelierten Säulenvorlagen ausgestattet. Als Dach hatte die Villa ein Walmdach erhalten, das im Firstbereich eine Plattform mit umgrenzendem schmiedeeisernem Brüstungsgitter hat.
Die Innenausstattung der Villa mit gestucktem Wand- und Deckenputz wurde mit hölzernen Treppenläufen mit gedrechseltem Treppengeländer versehen. Die Treppe und das Geländer im Erdgeschossbereich sind aus Marmor gefertigt.
An der westlichen Seite schließt sich ein Rundbogentor an, das mit Quaderputz im Stil des Villengebäudes gehalten ist.
Die Villa wurde als Baudenkmal am 16. Januar 1986 in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen. Der Schutzumfang erstreckt sich zusätzlich auf das seitliche Rundbogentor und die Einfriedungsmauer. Auch die historische Innenausstattung des Bauwerks wird explizit im Schutzumfang des Denkmalschutzes erwähnt.
51.2462066958337.1059689502778Koordinaten: 51° 14′ 46″ N, 7° 6′ 21″ O

John Robert Cartwright

John Robert Cartwright, PC, CC, MC (* 23. März 1895 in Toronto; † 24. November 1979) war ein kanadischer Richter. Er gehörte von 1949 bis 1970 dem Obersten Gerichtshof von Kanada an und war ab 1967 dessen Vorsitzender (Chief Justice).
Cartwright erhielt seine Schulbildung am Upper Canada College und begann 1912, an der Osgoode Hall Law School Recht zu studieren. Daneben arbeitete er als Praktikant in der Kanzlei Smith, Rae & Greer. 1914 unterbrach er sein Studium und diente im Ersten Weltkrieg freiwillig als Soldat. 1915 wurde er zweimal verwundet und war danach für drei verschiedene Generäle als Aide-de-camp tätig. 1917 wurde er mit dem Military Cross ausgezeichnet. Nach Kanada zurückgekehrt, setzte Cartwright sein Studium fort. 1920 erhielt er die Zulassung als Rechtsanwalt.
1947 war Cartwright für die Kommission der Richter Robert Taschereau und Roy Kellock, die den Fall des übergelaufenen sowjetischen Spions Igor Gusenko untersuchte, als juristischer Berater tätig. Premierminister Louis Saint-Laurent ernannte ihn am 22. Dezember 1949 zum Richter am Obersten Gerichtshof von Kanada. Am 1. September 1967 beförderte ihn Premierminister Lester Pearson zum Chief Justice. Mit Erreichen der Alterslimite von 75 Jahren trat Cartwright am 23. März 1970 zurück.
Richards | Ritchie | Strong | H.-E. Taschereau | Fitzpatrick | Davies | Anglin | Duff | Rinfret | Kerwin | R. Taschereau | Cartwright | Fauteux | Laskin | Dickson | Lamer | McLachlin